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Centering Tool: Zentrierung deiner Pokémon Karte prüfen, bevor du sie zu PSA schickst

Die Zentrierung entscheidet über die PSA 10 – und sie ist das eine Kriterium, das du vorher messen kannst. Das Centering Tool in CardPal nimmt zwei Fotos, findet die Karte im Bild, misst die Ränder zwischen Kartenkante und Druckrahmen auf allen vier Seiten und sagt dir, ob die Werte eine 10 zulassen – oder nur eine 9, 8 oder 7. Kostenlos, ohne Limit, mit jeder Linie zum Nachziehen.

55/45
PSA-10-Grenze Vorderseite
75/25
PSA-10-Grenze Rückseite
2 Fotos
Vorder- und Rückseite
8 Linien
Kartenkante und Druckrahmen, je Seite ziehbar

Stand: 14.09.2026 · Quelle: PSA Grading Standards (Zentrierungsgrenzen je Note), Messung in MyCardPal. Zahlen aktualisieren sich mit den Preisläufen.

Was Zentrierung ist

Jede Pokémon Karte hat einen Rand zwischen der Kartenkante und dem gedruckten Rahmen. Beim Schneiden des Bogens verschiebt sich dieser Rand: Ist die Karte leicht nach links gerutscht, ist der linke Rand schmaler als der rechte. Die Zentrierung beschreibt genau dieses Verhältnis – links/rechts und oben/unten, jeweils in Prozent des Gesamtrands. 50/50 wäre perfekt, 60/40 heißt: eine Seite trägt 60 Prozent des Rands, die andere 40.

Grader messen das mit dem Lineal oder der Lupe; die meisten Sammler schätzen es mit bloßem Auge – und liegen bei knappen Fällen daneben. Zwei Millimeter gegen drei Millimeter sieht harmlos aus, ist aber 40/60 und damit für die 10 zu viel. Genau darum lohnt sich die Messung vor dem Einschicken: Die Gebühr ist weg, ob die Karte eine 10 oder eine 9 bekommt.

Die PSA-Grenzen je Note

PSA nennt für jede Note die höchste zulässige Abweichung, getrennt für Vorder- und Rückseite. Die Zahl ist die größere Seite in Prozent; sie gilt für links/rechts und oben/unten gleichermaßen. Für die Vorderseite sind die Grenzen streng, für die Rückseite deutlich weiter.

PSA-NoteVorderseite höchstensRückseite höchstens
PSA 1055/4575/25
PSA 960/4090/10
PSA 865/3590/10
PSA 770/3090/10
PSA 680/2090/10
PSA 585/1590/10

Beispiel: Eine Karte mit 52/48 links/rechts und 56/44 oben/unten auf der Vorderseite verfehlt die 10 knapp – nicht wegen der Seiten, sondern wegen oben/unten. Mit 60/40 wäre noch die 9 drin, mit 66/34 nur noch die 7. Das Tool rechnet beide Achsen beider Seiten und nennt die niedrigste Grenze, die noch hält.

So funktioniert das Centering Tool

1. Vorderseite fotografieren

Karte flach auf einen einfarbigen Untergrund, gerade von oben, ganze Karte im Bild, ohne Hülle. Tippen, Foto, fertig – das Tool findet die Karte, entzerrt sie perspektivisch und zieht die Kartenkante im Bild nach.

2. Rückseite fotografieren

Dasselbe für die Rückseite. Das Tool erkennt die Pokémon-Rückseite am Muster; landet sie versehentlich in der Vorderseiten-Kachel, wird sie als Rückseite abgelegt, mit einem Hinweis.

3. Ergebnis lesen

Oben steht sofort der Stand: Vorderseite und Rückseite als links/rechts und oben/unten in Prozent, dazu „höchstens PSA 10“ (oder 9, 8, 7) – die Note, die die Zentrierung noch zulässt. Darunter, wenn die Karte zugeordnet ist, der Rohwert und die Grading-Werte je Note aus den echten Verkäufen: Lohnt sich das Einschicken überhaupt?

4. Linien prüfen und nachziehen

Die Messansicht zeigt die Karte mit Rand drumherum und acht Linien: blau die Kartenkante, rot der Druckrahmen, je Seite eine. Ist sich das Tool bei einer Linie nicht sicher, ist sie orange. Jede Linie lässt sich mit dem Finger ziehen, mit Lupe (vierfach) und Pfeiltasten pixelgenau – die Zentrierung rechnet live mit. Findet das Tool die Karte gar nicht, setzt du die vier Ecken selbst. Es gibt keine Sackgasse.

KI Centering Tool?

Viele suchen nach einem „KI Centering Tool“. Die Messung in CardPal ist keine Blackbox, sondern nachvollziehbare Bildverarbeitung: Sie sucht Kanten und Geraden im Foto, prüft Kandidaten gegen das Kartenformat 63 × 88 mm, zieht die Außenkante im entzerrten Bild nach und misst den Druckrahmen auf jeder Seite über Dutzende Profile. Dazu eine Plausibilitätsprüfung: Passen die Randsummen zum Kartentyp, ist die Messung sicher; wenn nicht, wird die Linie orange markiert statt still falsch angezeigt.

Ein trainiertes Modell nutzt das Tool nur an einer Stelle: beim Vorschlag, welche Karte auf dem Foto zu sehen ist (derselbe Weg wie im Kartenscanner). Für die Zentrierung selbst wäre ein Modell heute nicht genauer, nur undurchsichtiger. Was du an den Linien korrigierst, wird gespeichert – das ist die Datenbasis, mit der die Erkennung schwieriger Untergründe (Granit, Holzmaserung, Muster) besser wird.

Fototipps für ein sauberes Ergebnis

  • Einfarbiger, ruhiger Untergrund. Schwarzer Karton, dunkles Tuch oder ein weißes Blatt. Granit, Holzmaserung und Muster machen der Kantensuche das Leben schwer – es geht, kostet aber öfter ein Nachziehen.
  • Gerade von oben. Das Tool entzerrt die Perspektive, aber je schräger das Foto, desto mehr Pixel gehen verloren.
  • Ganze Karte im Bild, mit Rand drumherum. Angeschnittene Karten lassen sich nicht messen. Ein paar Zentimeter Untergrund um die Karte sind ideal.
  • Ohne Hülle, ohne Toploader. Die Hüllenkante liegt zu nah an der Kartenkante; das Tool erkennt Hüllen, aber die Messung wird ungenauer.
  • Gleichmäßiges Licht. Kein harter Schatten der Hand, kein Blitz direkt auf Holo-Karten – die Spiegelung überstrahlt den Druckrahmen.
  • Scharf. Kurz auf die Karte tippen, damit die Kamera fokussiert. Unscharfe Fotos meldet das Tool.

Linien nachziehen

Das Tool schlägt vor, du bestätigst. Tippe eine Linie an: Sie wird weiß markiert, die Lupe zeigt sie vierfach vergrößert genau an ihrer Position, mit der Nachbarlinie derselben Seite. Ziehe sie mit dem Finger oder setze sie mit ◀ ▶ Pixel für Pixel; daneben steht die Randbreite in Pixeln und ändert sich mit. „Übernehmen“ speichert die Handkorrektur – sie zählt ab dann, nicht die Automatik. „Zurücksetzen“ holt den Vorschlag zurück.

Zwei Regeln helfen beim Setzen: Die blaue Linie gehört auf die äußerste Kante der Karte (bei silbernem oder gelbem Rand: die Außenseite des Rands, nicht die Innenseite). Die rote Linie gehört auf die Kante des gedruckten Rahmens – bei Standardkarten der Übergang vom Rand zur Bildfläche, bei Full-Art-Karten der Übergang zum Motiv.

Was das Tool nicht kann

Es misst die Zentrierung, sonst nichts. Ecken (Abrieb, Weißung), Kanten (Chips, Dellen), Oberfläche (Kratzer, Druckstellen, Holo-Scratches) und Druckfehler bewertet PSA am Original unter der Lupe – ein Foto vom Handy zeigt das nicht zuverlässig. Eine 55/45 aus dem Tool heißt deshalb: Die Zentrierung steht der 10 nicht im Weg. Ob die Karte sie bekommt, entscheidet der Rest. Umgekehrt ist das Ergebnis eindeutig: Wer 62/38 misst, spart sich die Gebühr für die 10 und schickt die Karte, wenn überhaupt, mit der Erwartung einer 9.

Die PSA-Grenzen sind der veröffentlichte Standard; im Einzelfall entscheidet der Grader. Das Tool nennt die Grenzen mit Stand und Quelle und rechnet nicht mit eigenen Annahmen.

Und dann: lohnt sich Grading?

Zentrierung ist die halbe Frage. Die andere Hälfte ist der Preis: Was bringt eine PSA 10 gegenüber der rohen Karte, und deckt eine 9 überhaupt die Gebühr? Das Tool zeigt unter dem Ergebnis den Rohwert und die Mediane der Grading-Verkäufe je Note für genau diese Karte. Die Rechnung dahinter, je Preisklasse, steht im Leitfaden PSA Grading: lohnt es sich?

Häufige Fragen zum Centering Tool

Miss die Ränder zwischen Kartenkante und Druckrahmen auf beiden Seiten und rechne den Anteil aus: links 2 mm und rechts 3 mm ergibt 40/60. Das Centering Tool in MyCardPal macht genau das aus zwei Fotos automatisch – Vorderseite und Rückseite, links/rechts und oben/unten – und nennt die höchste PSA-Note, die diese Werte noch zulassen.

Nach dem PSA-Standard vorne höchstens 55/45, hinten höchstens 75/25 – jeweils für links/rechts und oben/unten. Eine Karte mit 56/44 auf der Vorderseite ist damit aus dem Rennen um die 10, egal wie perfekt Ecken und Oberfläche sind.

Ja. Du brauchst ein CardPal-Konto (kostenlos), dann steht das Tool in der Sammlung und auf jeder Karte bereit. Es gibt kein Limit für die Zahl der Prüfungen.

Das Tool misst im entzerrten Zuschnitt auf 1200 Pixel Kartenbreite, also rund 19 Pixel je Millimeter, und zieht die Kartenkante aus dem Foto nach. Auf einem ruhigen Hintergrund liegt die Messung bei einem Zehntelmillimeter. Jede Linie kannst du außerdem selbst mit Lupe und Feinjustierung setzen – das Tool schlägt vor, du bestätigst.

Die Messung selbst ist klassische Bildverarbeitung: Kanten, Geraden, Kartenformat und Plausibilitätsprüfung – kein trainiertes Modell, also auch keine Blackbox. Ein Modell nutzt nur der Vorschlag „Welche Karte ist das?“ nach dem Foto. Deine Korrekturen an den Linien werden gespeichert; sie sind die Grundlage, falls die Erkennung später ein Modell bekommt.

Nein. Es prüft ausschließlich die Zentrierung und sagt, welche Note sie höchstens zulässt. Ecken, Kanten, Oberfläche, Kratzer und Druckfehler bewertet PSA am Original unter der Lupe. Ein 55/45 aus dem Tool ist eine notwendige, keine hinreichende Bedingung für die 10.

Ja, und sie zählt: PSA bewertet die Rückseite mit, wenn auch mit weiteren Grenzen (75/25 für die 10). Das Tool erkennt die Pokémon-Rückseite automatisch – wer sie versehentlich in die Vorderseiten-Kachel fotografiert, bekommt sie als Rückseite abgelegt.